Private Internetnutzung am Arbeitsplatz (Befugnis)


Definition – Private Internetnutzung am Arbeitsplatz:


Folgender Grundsatz gilt allgemein: Allein die Tatsache, dass der Arbeitgeber die Nutzung des Internets nicht ausdrücklich verbietet, führt nicht zu einer Erlaubnis. Die private Internetnutzung am Arbeitsplatz ist ausschließlich zulässig, wenn der Arbeitgeber dieser ausdrücklich zustimmt oder konkludent (stillschweigend) duldet.

Pflichtverletzungsbestandteile - Verstoß gegen das Verbot der privaten Internetnutzung:

  • Unbefugter Download erheblicher Datenmengen – insbesondere besteht die Gefahr einer Vireninfizierung betrieblicher Datensysteme sowie eine mögliche Rufschädigung aufgrund strafbarer oder pornografischer Inhalte.
  • Entstehung zusätzlicher Kosten für den Arbeitgeber durch unberechtige Nutzung des Internets für Privatzwecke durch den Arbeitnehmer.
  • Während der privaten Nutzung des Internets am Arbeitsplatz verstößt der Arbeitnehmer gegen seine Pflicht zur Arbeit, da er die geschuldete Arbeitsleistung nicht erbringt.

Regelungs- und Gestaltungsrichtlinien - Erlaubnis der privaten Internetnutzung am Arbeitsplatz:

  • Maximale Dauer der Nutzung pro Tag oder pro Woche
  • Internetnutzung nur in den Pausen bzw. nicht in der Arbeitszeit
  • Verbot bestimmte Internetseiten aufzurufen (Black-List – z.B. rufschädigende Seiten sowie pornographische Inhalte)
  • Verbot ausgewählter Nutzungsarten (z.B. Filesharing)
  • Einerseits der Download von Dateien, andererseits die Installation von Software auf dem Arbeitsrechner sind untersagt

Muster bzw. Vorlage: Private Internetnutzung am Arbeitsplatz (Befugnis):

Um den Mitarbeitern die private Nutzung des Intenetzugangs zu gewähren bedarf es einer Genehmigung der privaten Internetnutzung am Arbeitsplatz. Trotzdem sollten gewisse Regeln eingehalten werden – diese Vorlage geht auf die wesentlichen Aspekte ein und kann mit der schnippbrief Software individuell angepasst werden.