Datenschutzerklärung (BDSG)


Definition - Datenschutzerklärung (BDSG):


Mit einer Datenschutzerklärung (Privacy Policy) wird der Schutz personenbezogener Daten vor Mißbrauch bzw. Manipulation, insbesondere vor Einsichtnahme, Veränderung oder (Aus-)Nutzung gewährleistet. Eine Datenschutzerklärung beschreibt die Maßnahmen, die ein Unternehmen ergreift, um die Sicherung und vorschriftsmäßige Nutzung der im Verlauf der Geschäftsbeziehung erhobenenen personenbezogenen Daten der Kunden und gegebenenfalls User zu gewährleisten.

Diese sensiblen personenbezogenen Daten dürfen nicht missbräuchlich erfasst, verarbeitet und an Dritte weitergegeben werden. Ziel ist der Schutz der Persönlichkeitsrechte eines jeden Einzelnen verbunden mit der Verhinderung eines Missbrauchs.

Die rechtliche Grundlage für die Erstellung einer Datenschutzerklärung findet sich in § 13 TMG und § 33 Abs. 1 BDSG.


Muster bzw. Vorlage: Datenschutzerklärung (BDSG):


Ihr Unternehmen hat viel mit personenbezogenen Daten zu tun? Dann fällt es in Ihre Verantwortung , die erfassten Kundendaten vor unberechtigten Zugriff zu schützen. Der erste Schritt dazu besteht in Form einer Datenschutzerklärung wie sie nebenstehend zu sehen ist. Diese Vorlage einer Datenschutzerklärung orientiert sich am Bundesdatenschutzgesetz (BDSG).

Funktion der Datenschutzerklärung:

Die Menschen wollen nicht in völliger Tranparenz leben – Ziel der Datenschutzerklärung ist es die Privatsphäre eines jeden zu schützen – der Datenschutz soll den sogenannten Gläsernen Menschen (Transparenz) verhindern.

Merkmale einer Privacy Policy sind:

  • Welche Art personenbezogener Daten werden erfasst?
  • Erklärung warum genau diese Informationen gesammelt werden und was das Unternehmen damit macht
  • Die Voraussetzungen unter denen die Informationen an andere Organisationen weitergegeben werden können
  • Das Unternehmen übernimmt die volle Verantwortung, die erfassten Daten zu schützen

Datensicherung:


Betreiber von Netzwerken, Rechenzentren, Kommunikationssystemen oder auch SaaS-Lösungen, wo grundsätzlich die Gefahr besteht, dass personenbezogene Daten von Unbefugten gestohlen oder missbraucht werden, haben gesetzlich die Verpflichtung wirkungsvolle Zugangskontrollen zu installieren und zu kontrollieren. Diese Kontroll- und Abwehrmechanismen werden der Datensicherung zugeordnet, da sie die Sicherung der Daten vor einer vorsätzlichen Manipulation gewährleisten sollen.


Aktuelle Bedeutung des Datenschutzes:


Die Bezeichnung Datenschutz ist erst während der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden und hat im Zeitalter der Digitaltechnik kontinuierlich an Bedeutung gewonnen. In Deutschland versteht man unter Datenschutz: Den Schutz personenbezogener Daten vor Missbrauch bei Ihrer Speicherung, Übermittlung, Veränderung und Löschung (Datenverarbeitung). Der Datenschutz wird durch das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) geregelt. Heutzutage wird der Sinn und Zweck des Datenschutzes darin gesehen, jede einzelne Person davor zu schützen, dass diese aufgrund des Umgangs mit seinen personenbezogenen Daten im Recht auf informationelle Selbstbestimmung beeinträchtigt wird.

Der dahinter stehende Leitgedanke ist, dass jeder Mensch selbst darüber entscheiden sollte, wem wann welche seiner persönlichen Daten zugänglich sein sollten - jede Person hat einen Anspruch auf Geheimhaltung personenbezogener Daten. Diesem Gedanken wird durch die Möglichkeiten der heutigen Gesellschaft noch mehr Bedeutsamkeit zugesprochen, da techniche Entwicklungen wie Internet, Email, Mobiltelefonie, Videoüberwachung sowie elektrische Zahlungsmethoden neue Möglichkeiten der Datenerfassung schaffen. Unternehmen sammeln Daten und erstellen Kundenprofile zur gezielten Kundenansprache (Marketing), Daten werden gesammelt um die Zahlungsfähigkeit von Personen zu beurteilen (Schufa). Generell werden Personen aufgrund der gesammelten Daten beurteilt und kategorisiert (in eine Schublade gesteckt).